Stell-Dich-Ein der FilmvertreterInnen aus Niedersachsen in Berlin
Die neue niedersächsisch/bremische Mediengesellschaft nordmedia, der NDR und das niedersächsische Film- und Medienbüro hatten geladen und die Gäste strömten am Freitag, den 8. 2. in die neue Landesvertretung Niedersachsen/Schleswig Holstein. Adresse in den Ministergärten; allerdings hier weit und breit noch keine Gärten sondern nur Baustellen zu sehen. Fand einst der traditionelle Empfang der Filmschaffenden aus Niedersachsen in gemütlicher Runde im Literaturhaus Wintergarten statt, so wechselte mit veränderter Filmförderung auch der Ort. In den letzten Jahren gab man sich im Operpalais Unter den Linden die Ehre. Feierte und dinierte ausgiebig, so dass schon mal eine besonders witzige Schlagzeile lautete: "Tiramisu unter dem Schuh".
Auch in diesem Jahr richteten die Veranstalter eine großzügigen Empfang aus. Wobei das Ambiente des neuen Gebäudes der Landesvertretung eher nüchtern und noch wenig belebt wirkte. Übrigens findet hier am letzten Februar-Wochenende auch das Oldenburger Grünkohlessen statt. Begegnungen gab es auf dem Landesempfang viele. Einige Promis kamen. Allen voran Udo Lindenberg, der zwei laue Songs zum besten gab, im Schlepptau Klaus Meine von den Skorpions. Die anschließende Funk-Soul-Band brachte da schon mehr Stimmung. Die SchauspielerInnen Maren Kroymann und Robert Atzhorn waren zu sehen, ebenso viele VertreterInnen des Landes und aus den Funkhäusern.
Und vor allem traf man auf Oldenburger Gesichter: Detlef Rossmann unsd Doris Janssen vom Cassablanca Kino, Volker Steinkopff, Uni Oldenburg, Rosanne Altstatt, Edtih Russ Haus, Thorsten Neumann, Filmfest Oldenburg - um nur einige zu nennen-, vertraten die Medieninteressen des Nord Westens. Auch ein anderes Oldenburger Team war auf der Berlinale unterwegs. Petra Heuchert und Oliver Schaefer vom offenen kanal oldenburg sendeten im Verbund mit anderen norddeutschen Bürgersendern täglich im Radio live von den Filmfestspielen. Und da gab es einiges zu berichten. Durchgängiges Thema war die Neubewertung des deutschen Films. Der neue Festivalleiter Dieter Kosslick setzte auf Aufwind.
Mehr Raum für deutsche Produktionen bot das Festival allein durch vier deutsche Beiträge im Wettbewerbsprogramm. Und der Film "Halbe Treppe" von Andreas Dresen war dann auch die Überraschung und wurde sowohl vom Publikum als auch von der Jury hoch gelobt (letztendlich ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären). Weitere Erneuerung auf der Berlinale war die Reihe >Perspektive Deutsches Kino<, die übrigens mit den "99 Euro Filmen" des Filmfest Oldenburg eröffnet wurde. Bleibt zu hoffen, dass von so viel neuer Aufbruchstimmung auch die Filme und die Filmschaffenden aus Niedersachsen profitieren.
Dörthe Bührmann






